The Warrior inside…

Meine Freundin Ava Love hat auf Facebook das Bild unten gepostet mit der Frage: Wie protestierst du friedvoll? Wie das so oft ist, beschäftigt mich zufälligerweise dieses Thema schon die gesamte vergangene Woche… Wie kann ich in einer schwierigen Situation, die fast schon eskaliert, für meine Themen, meine Überzeugung eintreten – eben ohne dass es persönlich, unsachlich, verletzend wird?

Viele denken bei Yogis oder Meditation an ruhige, in sich geschlossene und mit sich zufriedene Menschen. Ohne dieses Bild wegzuwischen, möchte ich einfach ein zusätzliches hinzufügen: Das eines Kriegers oder einer Kriegerin. Diese Position kann genau so in sich ruhen wie ein meditierender Buddha.

Bekannte Beispiele sind Gandhi mit seinem Hungerstreik, Ava schreibt auch von John Lennon und Yoko Ono, die mit ihrem „Bett-Streik“ gegen den Vietnam-Krieg protestierten.

Was kann ich aus diesen Bildern nun mitnehmen in meine Alltagssituation, die kurz vor der Eskalation steht?

Vor allem eines: Ruhe bewahren. Wenn man (noch) keine Taktik hat, lieber nichts sagen. Gerade dann, wenn man verzweifelt ist, wenn man Stress, Unmut, Wut in sich staut, dann platzt es aus einem heraus, total unkontrolliert. Man sagt Dinge, die niemand hören will, vielleicht sind sie sogar persönlich verletzend oder der/die andere versteht sie gar nicht, weil sie eben so aus der eigenen Verzweiflung heraussprudeln. Und das schlimmste: Hinterher bereut man die eigenen Worte. Das habe man doch SO gar nicht sagen wollen…

Zweitens: Nichts aufstauen. Klingt leicht, ist aber wohl der schwierigste Part. Zu versuchen, alle verletzenden Gedanken, alle Gegenangriffe, die man im Kopf schon plant, sein zu lassen. Keine Rachegedanken, auch wenn die andere Seite dich verletzt hat, dich beleidigt hat, angegriffen hat. Schon geht es im Kopf los: Dem/der sag ich das und das. Und dann, wenn sie das sagt, dann sage ich DAS. Und so weiter. Jeder kennt das. Das wegzulassen ist eine ungeheure Befreiung. Denn: Es ermöglicht, alles genau so sagen zu können, wie man es möchte. Nicht zu reagieren sondern zu agieren. Zu handeln mit dem Blick nach vorne, nicht zurück.

Drittens: Einen Schlachtplan entwerfen – siehe Foto. Was ist denn wichtig? Was willst du sagen? So kurz wie möglich formulieren, konstruktiv, so wie man es gerne hätte, wären alle Zügel in der eigenen Hand. Nicht: „Ich finde das nicht gut, weil…“, sondern: „Ich stelle mir das so vor…“

Viertens: Das laut und klar aussprechen. Deutlich. Kein „vielleicht“, kein „man könnte“. Oh je, das ist schwierig. Man will ja keinen verletzen – das tut man auch nicht, wenn man klar sagt, wofür man steht. Nicht den/die andere/n kritisieren, sondern für das einstehen, was du gerne hättest. Wie sieht die Situation im Positiven aus.

Kann man das üben? Ja, bei jeder kleinen Situation, bei jeder auch noch so kleinen Diskussion kann man diese vier Schritte üben. Dann kann man sie auch auf größere Pläne übertragen, ohne, dass es allzu schwer wird. Denn Haltung kann man übern. Man muss es sogar.

Organize peace

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