Challenge Week # 3

Herbst – eigentlich eine schöne Jahreszeit. Eigentlich, abgesehen von dem Regen, der aufsteigenden Kälte, dem Abschied von offenen Schuhen und dem Willkommenheißen von Socken. Morgens auf dem Weg zur Arbeit ist es kalt, der dickste Winterschal musste schon herhalten – nur um am immer wieder überraschend warmen Nachmittag die Frage aufzuwerfen, wo denn dieser Schal nun hin soll, zu dick, um ihn in die Tasche zu stecken. Also, Herbst, was geht in der Zeit? Dieser kurze Übergang zum Winter, durch die Weihnachtsschokolade im Supermarkt schon angekündigt als schnell vergehende Jahreszeit, bald Weihnachten, bald Silvester. Hat der Herbst nicht seinen ganz persönlichen Geruch? Es ist zwar kälter, aber auch klar. Die Luft, die Bäume befreien sich von den Blättern, der Herbstregen reinigt den Asphalt doch irgendwie mehr als es ein Sommerregen in seiner Leichtigkeit je tun könnte. Herbst lädt ein – zum Tee, zum Bücherlesen, zum Fernsehschauen, zum Zudecken.

Schön wäre es, würde alles etwas langsamer gehen nun. Würde man Zeit haben, sich alle Verwandlungen in Ruhe anzuschauen. Ein Herbstspaziergang, der den gesamten Herbst über andauert. In dem die Bewegung immer gleich langsam ist, in dem die Bewegungen zum Verweilen einladen. Ja, und die Sprache wieder Zeit hat für Wörter wie verweilen. Für Rückzug. Für Erinnerung. An was auch immer. So… was ist die Challenge?

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