Steffi

Ich lese und lache gerne, liebe es, Musik zu spielen und zu singen, die Zeit zu vergessen und guten Kaffee zu trinken. Ich bringe all das mit in meinen Unterricht – bis auf den Kaffee, sorry! Als ausgebildete Jivamukti- und Vinyasa- Yogalehrerin sind meine Stunden bunt und oft schweißtreibend – aber nie ohne Humor und die Fähigkeit, sich endlich auch mal nicht so ernst zu nehmen. Durch meine sichere Art, Yogagruppen durch die Stunden zu leiten, schaffe ich einen geschützten Raum, in dem alle gut aufgehoben sind. Ich unterrichte und arbeite seit 2009 im Team von Lord Vishnus Couch, Köln. Ich bin Dozentin in verschiedenen Teacher Trainings und Mentorin für bereits ausgebildete YogalehrerInnen, die sich weiterentwickeln wollen. Seit November 2015 befinde ich mich in der Ausbildung zur Heilpraktikerin und gebe Workshop und Coachings zu einer holistischen Lebens- und Ernährungsweise.

Mit Dani Kourtidis gebe ich Workshops und Retreats, die eine beständige, heilsame Yoga-Praxis mit Meditation verbinden.

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The Full Story:

Ich hatte schon früh das Gefühl, dass das Leben aus vielen Kämpfen besteht. In einer Vorstadt-Siedlung aufgewachsen ging es um folgende Themen: genug Geld verdienen; was willst du später machen, um genug Geld zu verdienen; die Abitur-Note ist alles. The Struggle is real… Viel Sport zu machen und dort ebenfalls erfolgreich zu sein, war extrem wichtig. So war ich als Kind im Leichtathletik-Verein, habe selbstverständlich Tennis gespielt (ich war noch nie so erfolglos in einer Sportart) und später dann in meiner Jugend war ich Taekwondo-Leistungssportlerin mit wochenendlichen Kada-Trainings in Düsseldorf. Ich würde jetzt gerne schreiben, dass ich durch diesen gewichts-orientierten Sport angefangen habe, weniger und weniger zu essen – aber das stimmt nicht. Ich war schon vorher angefixt, in immer kleinere Kleidergrößen zu passen und unter 45 Kilo zu wiegen. Natürlich war ich nicht alleine mit meinem Wahn, meine Freundinnen waren zum größten Teil genau so. Meine Mutter schickte mich zum Arzt. Mich beeindruckte das wenig. Schließlich hatte die Waage am Ende des Tages recht und nicht dieser alte Typ hinter seinem Schreibtisch. Was wusste der schon, wie man auf der Party abends auszusehen hatte?

Als ich Freizeit-bedingt – ich wollte mit 17 nicht mehr jedes Wochenende auf stinkenden Matten verbringen – mit Taekwondo aufhörte und anstatt vier mal die Woche nur noch ab und zu etwas körperlich machte, kamen die größten Zweifel und Hassgefühle gegen meinen Körper auf. Unter 45 Kilo schaffte ich so nämlich nicht mehr. Meine Freundinnen kamen mit spitzen Bemerkungen, dass man ja auch sehen würde, dass ich nicht mehr trainiere. Ich schrieb mich in Fitnessstudios ein, wollte Sport studieren und kotzte ab und zu mein Essen einfach aus. In meiner Heimatstadt ging das alles grad noch so gut, dann zog ich nach Köln und merkte: Das geht so gar nicht. Ich schaffte es nicht, gute Noten in meinem Studium zu schreiben, nebenbei arbeiten zu gehen, sieben Mal in der Woche teilweise spät abends 3 Stunden (das war das Minimum) im Fitnessstudio zu trainieren, eine Fernbeziehung zu meinem damaligen Freund zu haben UND eine extreme Diät einzuhalten, um meinen alten, mit 14 festgesetzten Schönheitsidealen treu zu bleiben. Es folgte eine Phase der Verzweiflung (…). Im Nachhinein glauben nur die, die dabei waren, dass es wirklich passiert ist, aber ich spielte tatsächlich ein Semester lang bei abgedunkeltem Zimmer „Silent Hill“ auf der Playstation.

Ich musste raus. Ich fand den Anfang in einem halben Jahr Erasmus-Studium in Lissabon, neuen Freunden, Strand, Sonne, einer guten Zeit – und null Druck. Kein anstrengendes Studium (weder Professoren noch Eltern, die Leistung sehen wollten), stattdessen Eigenverantwortung: eigenes Zimmer suchen, Kurse selber zusammen stellen. Kein Fitnessstudio, viel Obst und Gemüse, viel gutes Olivenöl – und viel Alkohol, ok. Guter Alkohol, ihr wisst schon (ähm…). Es reichte dieses halbe Jahr Beach-Life um mich anzutriggern, mehr Zeit für mich haben zu wollen anstatt für meine Leistung. So simpel und so schwierig. Und in Köln nicht wieder zurück in die abendlichen Fitnessstudio-Koller zu fallen. Denn ganz ehrlich: Das war Folter für mich. Durchhalten. Leistung zeigen. All das Neue schaffte meine Voraussetzung, um Yoga für mich zu entdecken. Das war Beach-Life auf der Matte. Zeit für mich. Je feiner ich in den Positionen auf der Matte wurde, desto feiner wurde ich in meiner Art, mich um meine Ernährung zu kümmern. Ich wollte mehr Sachen hinterfragen und selber machen, besuchte Raw-Food-Kochkurse, begann, meinen eigenen Kombucha zu brauen (YES!) und schaute kopfschüttelnd auf die 15 Zutaten auf dem Pesto-Glas im Supermarkt – in das doch eigentlich nur Pinienkerne, Basilikum, Knoblauch und Olivenöl gehörte (was machten da Zucker, verschiedene E’s und Sonnenblumenöl?). Ich bin immer noch auf der Suche nach dem Beach-Life-Gefühl, egal wo ich bin, in jeder Minute. Und oft ist es da. Und wenn nicht, dann trinke ich Cold Brew Coffee mit Kokosmilch. Natürlich selbstgemacht. Proud.

 

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